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IMA e. V.
Initiative Mutter Anna -
für Frau und Familie
Rathausstr. 45a
62503 Wiesbaden
Tel.- 0611/7166116
Schwangerschaftskonfliktberatung:
Die Mütter in Not erreichen uns über Prospekte, Flyer, die in
der Stadt ausliegen, oder über Bekannte, das Internet und auf
verschiedenste Art und Weise.
Als erstes machen wir uns bei der Beratung ein Bild über die Frau
und deren konkrete Notsituation. Im Gespräch versuchen wir mit ihr
herauszufinden, welches die wesentlichen Konfliktpunkte sind, warum
eine Abtreibung in Erwägung gezogen wird? Wir versuchen mit der
Frau Lösungswege für das jeweilige Problem zu finden. In der
Beratung sensibilisieren wir sie für den Wert des Lebens und
versuchen ihre Muttergefühle zu stärken. Weiterhin
klären wir sie über die biologische Entwicklung des
Ungeborenen auf und erzählen ihr von den möglichen Folgen der
Abtreibung. Diese können sowohl physisch, als auch psychischer Art
sein. Es ist sehr wichtig, diese Informationen einer Frau im Konflikt
nicht vorzuenthalten, damit die Frau die evtl. Konsequenzen ihres
Handelns überblicken kann. Eine besondere Bedeutung haben dabei
Zeugnisse von Frauen, die bereits abgetrieben haben und darunter
leiden. Manchmal ist eine Frau im Konflikt bereit dazu, während
der Beratung mit einer Frau nach Abtreibung zu telefonieren. Diese Frau
versucht ihr in kurzen Sätzen ihre eigene Geschichte zu
erklären und warum sie ihre eigene Abtreibung so sehr bereut.
Wir bieten der Frau im Konflikt alle möglichen Hilfen an, wenn sie
bereit ist, sich für das Leben ihres Ungeborenen zu entscheiden.
Wir legen grossen Wert darauf, die Frauen nicht zu verurteilen, sondern
für sie da zu sein. Frauen, die sich trotz unserer konsequenten
Beratung für das Leben, gegen das Kind entscheiden, können
sich auch nach der Abtreibung wieder bei uns melden und werden dann von
einer anderen Beraterin betreut, die ihnen hilft, das Geschehene zu
verarbeiten.
Schuleinsätze:
Uns ist es wichtig, die jungen Menschen für den Sinn und die
Schönheit der Familie zu begeistern.
Denn häufig vergessen wir, welche Bedeutung Geschwister haben und
wie wichtig sie für das Leben in Gemeinschaft, z.B. Ehe sind.
Geschwister konfrontieren ein Kind von Anfang an mit wichtigen Werten,
sie trainieren es in Konfliktbewältigung. Weiterhin lernt man mit
Geschwistern zu teilen und nicht immer nur die eigenen Interessen in
den Vordergrund zu stellen. Eine grössere Familie wird zunehmend
von Bedeutung, wenn soziale Strukturen zusammenbrechen, die heute noch
für relativ stabil gehalten werden. Durch Einsätze in
Schulen, wo wir anderthalb Stunden den Unterricht gestalten
dürfen, versuchen wir die jungen Menschen wieder für den Wert
des Lebens und der Familie zu sensibilisieren. Wir wollen dadurch den
heute bereits üblichen Aufklärungsunterricht ergänzen.
Informationsstände auf
Tagungen und Veranstaltungen:
Unsere Informationsstände auf Tagungen dienen dazu die Thematik
des Lebensrechts wieder neu ins Gespräch zu bringen. Wir verteilen
Flyer und Prospekte an Interessierte und kommen mit ihnen ins
Gespräch. Durch gelernte Argumentationen versuchen wir unseren
Gesprächspartner zum Nachdenken bzw. Umdenken anzuregen.
Häufig haben die Menschen sich nur oberflächlich mit der
Thematik der Abtreibung befasst und sich bei ihrer eigenen
Meinungsbildung sehr von den Medien beeinflussen lassen.
Über die Informationsstände lernen wir häufig Frauen
nach Abtreibung kennen, die unsere Hilfe benötigen. Desweiteren
kommen auch Menschen an den Stand, nehmen Prospekte mit und geben diese
in ihrem Bekanntenkreis weiter und so finden dann wieder Frauen im
Schwangerschaftskonflikt zu uns.
PAS Beratung:
Ein grosser Schwerpunkt unserer Arbeit sind Gespräche mit Frauen,
die vom Leben verwundet wurden.
Eine der grössten Verwundungen, die eine Frau erleben kann ist,
wenn sie ihr Kind im Mutterleib verliert.
Der ganze Körper hat sich auf die Schwangerschaft eingestellt und
auch die Mutter setzt sich seelisch damit auseinander. Oft wechseln
sich liebende Gefühle mit Gefühlen der Angst und evtl. auch
der Verzweiflung ab.
Die Mütter fragen sich, ob sie der grossen Verantwortung
überhaupt gewachsen sind? Ob das kleine Leben in ihnen die
geplanten Lebensziele völlig zerstört? Ob der Vater des
Kindes bereit ist, ihnen
zur Seite zu stehen? Wie wird das Umfeld reagieren? Sie fragen sich, ob
sie finanziell und psychisch in der Lage sind, ihrem Kind auf seinem
Lebensweg zu helfen? Ob das Kind gesund sein wird? usw. usw. Fragen
über Fragen, Ängste und Unsicherheiten, Hilflosigkeit und
Einsamkeit. Sie brauchen Menschen, die ihnen zuhören, ihnen helfen
und die sie verstehen. Leider hoffen viele Frauen im
Schwangerschaftskonflikt vergeblich. In oftmals tiefer Verzweiflung,
nach falschen Ratschlägen, manchmal sogar nach Drohungen durch den
Kindsvater oder das Umfeld z.B. "Wenn du das Kind behältst,
verlasse ich Dich!" oder "Beende erstmal die Ausbildung, dann kannst du
immer noch Kinder kriegen!" machen sie sich auf den Weg zur Abtreibung.
Die Zeit danach erleben die Frauen sehr unterschiedlich. Viele
versuchen zu verdrängen, andere sind erleichtert, dass alle
Probleme vorläufig nicht mehr da sind. Einige ziehen sich
völlig in sich selbst zurück und beginnen zu trauern, Wieder
andere stürzen sich in die Arbeit, andere verfallen in
Depressionen. Eine Abtreibung vergisst eine Mutter nie.
Über die möglichen physischen und psychischen Folgen der
Abtreibung wird in der Gesellschaft geschwiegen und so schweigen auch
die meisten Frauen. Ihre Tränen sind ein Tabuthema. Tabu die
Muttergefühle, die sie trotz der erlebten Abtreibung oft weiter in
sich tragen. Tabu die Aggressionen, die sie gegen ihr Umfeld und sich
selbst entwickeln. Totgeschwiegen wird auch das Leiden der Kinder einer
Frau, die durch die Abtreibung verletzt wurde.
Kinder spüren den Schmerz ihrer Mutter und durch ihre Verzweiflung
fällt es ihr schwer, den Bedürfnissen ihrer übrigen
Kinder gerecht zu werden.
Auch auf Ehe und Partnerschaft
fällt ein Schatten.
Wie fühlt sich eine Frau, die leidet, obwohl dieses spezielle
Leiden nach Abtreibung in unserer Gesellschaft keine Beachtung findet?
Eine Frau erzählte mir einmal, dass sie in den Bergen wanderte und
auf ihrem Weg an vielen Blumenwiesen und Gebirgsbächen vorbei kam.
Vor der Abtreibung liebte sie die Berge und fühlte sich dort zu
Hause. Jetzt empfand sie nur Trauer und Schmerz. Ihr wurde bewusst,
dass sie ihrem Kind all' dies nie zeigen kann. Die bunten Farben der
Blumen wirkten plötzlich grau, die Berge fremd und das Rauschen
des Gebirgsbaches hatte etwas Bedrohliches.
Ihrem Leben war die Farbe genommen und der Platz an ihrer Seite war
leer.
Durch viele Gespräche und besonders durch Liebe, versuchen wir
diesen Frauen zu helfen, damit die Blumen irgendwann wieder bunt, die
Berge Geborgenheitspendent und das Rauschen des Baches wieder
fröhlich wirken.
Es ist ein langer Weg, denn tiefe Wunden heilen langsam. Die Frauen
müssen sich selbst wieder annehmen lernen. Sie müssen lernen
zu verzeihen, selbst um Verzeihung zu bitten und anzunehmen, dass auch
ihnen verziehen wird und ihr Kind in den liebenden Armen des Vaters auf
sie wartet und in ihrem Herzen weiterlebt.
Wir wollen nicht heilen, sondern begleiten und Hoffnung vermitteln
Unsere Arbeit mit den Frauen nach Abtreibung basiert auf
langjähriger Erfahrung, aus Fehlern die wir gemacht haben und
versucht haben, daraus zu lernen. Aus der Erfahrung, die wir machen
durften, weil die Frauen uns erlaubten, ein Stück auf ihrem Weg
mit ihnen zu gehen und uns über die langsam verschwindenden
Tränen und das beginnende Lächeln auf ihren Gesichtern zu
freuen.
OASE: Wir bieten
Wochenendseminare an. Die Seminare werden betreut von einem Priester, 2
Ärzten und Therapeuten, die für Einzelgespräche und
Vorträge zur Verfügung stehen. Ziel ist es, den leidenden
Frauen die Möglichkeit zur Aussprache zu gewähren,
Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ihnen die
Möglichkeit geben, mit anderen Frauen zu reden. Die Wochenenden
sollen die Frauen stärken und ihnen Zuversicht und Liebe
vermitteln.
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