12.03.10

Wer das konservative streicht, bringt die Partei ins wanken
Immer mehr Politiker verweisen darauf, dass das Konservative in der CDU mehr und mehr an Boden zu verlieren scheint. In einem Kommentar der Welt erklärt Hessnes Fraktionschef Christean Wagner dazu, dass man keine der
elementaren Grundlagen der CDU streichen dürfe, ohne die Partei ins Wanken zu bringen.
Den Anhaltenden Linkstrend der CDU kritisiert auch der
Publizist und frühere BüroChef von Walter Wallmann, Alexander Gauland.



10.03.2010
Hessens Fraktionschef Christean Wagner:
"Es gibt viele, die befürchten, daß die CDU nach links verändert werden soll!"
WagnerChristean Wagner
Der hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Christean Wagner meldet sich heute mit einem lesenwerten Gastkommentar in der WELT zu Wort: "Die Union ist mit dem Anspruch zur Bundestagswahl angetreten, ein Ergebnis von 40 Prozent plus X zu erreichen. Die tatsächlich erzielten 33,8 Prozent werden zuweilen gleichwohl als Erfolg gewertet. Grundlage dieses "Erfolgs" sei die geplante und wohldurchdachte Strategie der "asymmetrischen Wählerdemobilisierung". Übersetzt heißt das Wählereinschläferung mit dem Ziel, dass die Anhänger des politischen Gegners stärker eingeschläfert werden als die eigenen."
Wagner weiter: "Um eigene Anhänger zu motivieren, bedarf es prägnanter Botschaften und klarer Ziele. Das große Verdienst der Union nach dem Zweiten Weltkrieg war es und muss es bleiben, dass unter einem Dach unterschiedliche gesellschaftspolitische Zielvorstellungen austariert und einem dem ganzen dienenden gemeinschaftlichen Kompromiss zugeführt werden. (...) 

"Wer das konservative streicht, bringt die Partei ins wanken"


Die CDU ist eine liberale, christlich-soziale und konservative Partei. Wer eine dieser elementaren Grundlagen streicht, der nimmt ihr eine tragende Säule und bringt die Partei ins Wanken. Es gibt niemanden, der die CDU nach rechts rücken will, sondern viele, die die Befürchtung haben, dass die CDU nach links verändert werden soll." 

Den ganzen Kommentar in der "Welt" lesen Sie hier 
  http://www.welt.de/die-welt/debatte/article6710992/Waehlerdemobilisierung.html    




03.2010
Gauland:
"Der CDU fehlt ein konservatives Gesicht!"
GaulandAlexander Gauland

Der Publizist Alexander Gauland (Autor von "Anleitung zum Konservativsein") unterstreicht in seinem Kommentar im heutigen Tagesspiegel die anhaltende Kritik am Linkstrend der CDU. Die "Nachfolger von Konrad Adenauer und Helmut Kohl" beherrschten offensichtlich nicht mehr "die notwendige Mehrgleisigkeit einer erfolgreichen Volkspartei", die sowohl die Landbevölkerung als auch die Großstadt anzusprechen.


Statt Wahlfreiheit für unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten sicherzustellen, werde in vielen Bereichen der Politik ein Gesinnungsdruck gegenüber allen Betroffenen hergestellt. Doch konser­vatives Denken bedeute, die gesellschaftliche Wirklichkeit pragmatisch und ohne Zwang zu verändern. "Es wird Zeit, dass die Union für diese Strömung wieder ein Gesicht findet", mahnt Gauland. 
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