| 25.05.2010 «Ja zum Leben des Kindes sagen» Am 22. Mai 2010 veröffentlichte Matthias Pieren in der Taunus Zeitung - Frankfurter Neue Presse - ein Gespräch mit der Pressesprecherin des Bundesverbands der Christdemokraten für das Leben, Frau Anne Baranowski, sowie dem Ortsvorsteher von Wernborn, Herrn Guido Certa, der die ständige Aufweichung der Gesetzgebung in Fragen Abtreibung kritisierte. http://www.fnp.de/tz/region/lokales/ja-zum-leben-des-kindes-sagen_rmn01.c.7720644.de.html
«Ja zum Leben des Kindes sagen» Christdemokratische Initiative fordert besseren Schutz des Ungeborenen Von Matthias Pieren 651 000 Geburten in Deutschland standen im vergangenen Jahr rund 110 000 Schwangerschaftsabbrüche gegenüber. Anne Baranowski und Guido Certa aus dem Hochtaunuskreis setzen sich für den Schutz des ungeborenen Lebens ein. Hochtaunus. «Frauen gehen heute zum Schwangerschaftsabbruch wie zum Zahnarzt. Das ist eine ungute Entwicklung. Leider ist das Leben in unserer Gesellschaft nicht mehr absolut geschützt», meint die in Bad Homburg lebende Anne Baranowski.
Als Pressesprecherin des Bundesverbands der
Christdemokraten
für das
Leben (CDL) setzt sie sich wie 30 andere CDL-Mitglieder aus dem
Hochtaunuskreis in der der CDU nahe stehenden Initiative für den
Schutz
des ungeborenen Lebens ein. Auch der Ortsvorsteher von Wernborn, Guido
Certa, ist Mitglied der CDL. Vor 25 Jahren, als die CDL gegründet
wurde, war er in Nordrhein-Westfalen Mitglied der Jungen Union. «Wir standen seinerzeit in der JU geschlossen
hinter dem
Schutz des
ungeborenen Lebens», berichtet der Kommunalpolitiker.
«Seither
beobachte ich mit Schrecken, wie die Gesetzgebung in Fragen der
Abtreibung immer mehr aufgeweicht wird.» Heute steht der
dreifache
Familienvater der Haltung seiner eigenen Partei zu diesem Thema
kritisch gegenüber. Für die Rechtswissenschaftlerin Baranowski ist es das schwindende Rechtsbewusstsein in der Gesellschaft in Fragen der Abtreibung, weshalb sie seit 2008 bei die CDL aktiv ist. «Schwangerschaftsabbrüche sind rechtswidrig. Nur unter gewissen Voraussetzungen sind sie straffrei», sagt die 32-Jährige. «90 Prozent der Abtreibungen bezahlt der Staat. Die Pille aber muss die Frau selber bezahlen. So kommt eine Abtreibung meist billiger. Da stimmt doch etwas nicht», kritisiert sie das System Baranowski wendet sich gegen die lauter werdenden Forderungen auf ein Recht auf Abtreibung. Die CDL sehe sich als Lobby für das ungeborene Leben. Mit ihrem Engagement möchten Baranowski und Certa Frauen und Männer dazu ermutigen, Ja zum Leben ihres Kindes zu sagen. «Ein Baby-Begrüßungsgeld in Höhe
von
umgerechnet 2400 Euro, wie es in
Australien üblich ist, wäre ein solches Signal, dass Kinder
in der
Gesellschaft willkommen sind», sagt die CDL-Pressesprecherin.
«In
Deutschland müsste der Staat statt Abtreibungen zu finanzieren,
eine
aktivere Familienpolitik betreiben. Wir brauchen in Deutschland bessere
Unterstützungs- und Betreuungsangebote für Eltern in
Not.» Leider werde bei ungewollten Schwangerschaften im Jugendalter reflexartig die Abtreibung als einziger Ausweg propagiert. Es werde stets überlegt, ob die Jugendliche in ihrer Lebenssituation mit dem Kind klarkomme. «Niemand fragt, ob die Jugendliche mit der Abtreibung klarkommt», sagt Baranowski. «Das zweite Opfer einer Abtreibung ist immer die Frau. Sie steht meist alleine da.» Hessenweit zählt die CDL mehr als 300 Mitglieder, alleine 30 davon im Hochtaunuskreis. Nähere Informationen im Internet unter http://www.cdl-online.de.
Lesen Sie zu diesem Thema auch in
der Taunus Zeitung
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