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2002
12-2 Jedes Klonen ist ein Irrweg, der die menschliche Würde verachtet
12-1 Weihnachten 2002
11-1 Ehrenvorsitzende von Papst Johannes Paul II. geehrt 
10-2 Grundsatztreu und kämpferisch - Mechthild Löhr neue Bundesvorsitzende
10-1 Mitgliederversammlung CDL-Hessen - Mechthild Löhr im Amt bestätigt
08-1 Kein Zuschuß für Caritas und „Ja zum Leben"
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Pressemeldung der Christdemokraten für das Leben (CDL)
zur Nachricht von der Geburt eines ersten Klonbabys
vom 27.12.2002

"Jedes Klonen ist ein Irrweg, der die menschliche Würde verachtet"

Mit weltweitem Protest ist die von einer Sekte geschickt im nachweihnachtlichem Medienloch plazierte Meldung von der angeblichen Geburt des ersten Klonbabys aufgenommen worden. Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL: www.cdl-online.de), Mechthild Löhr, äußerte dazu: "So sehr ich die breite Entrüstung verstehe und begrüße, so eindeutig war und ist jedoch vorhersehbar, daß jetzt oder in den nächsten Monate tatsächlich ein solcher "Erfolg" seitens der wissenschaftlichen Forschung möglich und wahrscheinlich ist."

Bereits seit längerem warnen Kritiker des sogenannten therapeutischen und reproduktiven Klonens vor den nicht kontrollierbaren Folgen des wissenschaftlichen Fortschrittes in diesem Bereich. Deshalb erneuere die CDL mit vielen anderen Organisationen und Initiativen, wie ww.stoppt-PID-und-Klonen.de , die Umsetzung eines sofortigen und umfassenden internationalen Klonverbotes seitens der UNO. Sie erinnerte daran, daß ein Votum der UNO für ein völliges Klonverbot vor wenigen Wochen in New York vor allem an einer diplomatischen Initiative der deutschen und französischen Regierung gescheitert sei. Dieser Schaden müsse jetzt sofort behoben und eine Entscheidung nicht - wie beschlossen - auf den Spätherbst 2003 verschoben werden.

"Allen Experten ist bekannt," so Löhr, "daß der Unterschied zwischen dem sog. therapeutischen und reproduktiven Klonen nur in der "Verwendung", nicht aber in der "Herstellung" eines solchen menschlichen Embryos besteht." Sie wies darauf hin, daß die Bundesforschungsministerin Buhlman gerade im November einem der bedeutensten deutschsprachigen Klonforscher und Befürworter, Rudolf Jaenisch, den Robert-Koch-Preis mit einer Laudatio überreicht hat. Diese Widersprüchlichkeit  sei nicht akzeptabel.

Löhr appelliert deshalb nachdrücklich an die Bundesregierung, endlich einen politischen Aufstand gegen die Unmoral des Klonens zu initiieren, wie es der Rechtslage des noch bestehenden hohen Embryonenschutzstandards in Deutschland entspreche. Alles andere sei Rechtsbruch. Nur durch klare und kontrollierte deutsche und internationale Rechtsstandards könne das Horrorszenario des menschlichen Klonkindes noch eingedämmt werden. "Auch für die Forschung muß es klare Grenzen der Legalität, Legitimität und Freiheit geben. Der höchste Maßstab für das Handeln müssen die menschliche Würde und Integrietät sein und bleiben."
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Ehrenvorsitzende von Papst Johannes Paul II. geehrt 
Johanna Gräfin von Westphalen wurde Großkreuz vom Heiligen-Gregorius-Orden verliehen

Meschede - 25. November 2002 - Die langjährige Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das   Leben (CDL) und jetzige Ehrenvorsitzende, Johanna Gräfin von Westphalen, ist von Papst Johannes   Paul II. mit dem Großkreuz des Heiligen-Gregorius-Ordens ausgezeichnet worden. Aufgrund ihres  vielfältigen Einsatzes zur Stärkung und Verteidigung christlicher Grundwerte im Bereich des ebensrechtes, der Familien- und Gesellschaftspolitik sowie der katholischen Sozialarbeit erhielt sie am gestrigen Sonntag eine der höchsten Auszeichnungen des Heiligen Stuhls aus den Händen des  Paderborner Diözesanadministrators Weihbischof Hans-Josef Becker. 

In seiner Ansprache betonte Weihbischof Becker, daß diese Auszeichnung nicht allein für die   Verdienste in der Vergangenheit gedacht sei, sondern auch als Ermutigung für die Zukunft, auf dem   eingeschlagenen Weg fortzufahren. Gräfin von Westphalen hob in ihrem Dankeswort hervor, daß sie  diese hohe Ehrung auch in Stellvertretung für die zahlreichen Mitstreiter mit Freude entgegennähme   ohne die sie gar nicht in dieser Weise hätte wirken können. Dies gelte für ihren Einsatz in der   Lebensrechtsbewegung ebenso wie für ihre Arbeit im Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Die   Großnichte des früheren Bischofs von Münster, Clemens August Kardinal Graf von Galen,  war in den   achtziger Jahren kurzzeitig Stellv. Bundesvorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SKF)   und von 1976 bis 2000 Vorsitzende des SKF-Meschede. Sie hat 1977 die Katholische Elternschaft Sauerland gegründet. Seit zwanzig Jahren ist Gräfin Westphalen Vorstandsmitglied der deutschen  Sektion von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe. Seit zwei Jahren zudem Mitglied im Generalrat der von   Pater Werenfried van Straaten gegründeten Organisation. Von der Gründung 1985 bis November  2002 war Gräfin von Westphalen Bundesvorsitzende der Lebensrechtsorganisation Christdemokraten   für das Leben (CDL), 1988 hat sie die "Stiftung Ja zum Leben" gegründet und ist seitdem  Stiftungsvorsitzende. Beide Organisationen setzen sich für den Schutz des menschlichen Lebens vom   Beginn bis zum natürlichen Tod ein. 
Der CDL Landesverband Hessen gratuliert der Ehrenvorsitzenden der Christdemokraten für das  Leben, Gräfin von Westphalen, zu dieser hohen Auszeichnung. "Mit dieser äußerst seltenen Ehrung  findet ein beispielhaftes Engagement für eine 'Kultur des Lebens' seine verdiente, herausragende Anerkennung", sagte Mechthild Löhr, die erst kürzlich gewählte neue CDL-Vorsitzende. 
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Grundsatztreu und kämpferisch 
Mechthild Löhr zur neuen Vorsitzenden der „Christdemokraten für das Leben" gewählt

Über die Mitgliederversammlung der Christdemokraten für das Leben am 09.11.02 im 'Erbacher Hof' in Mainz berichtet Clemens Christian in der Deutschen Tagespost - DT Nr.136 vom 12.11.02 

Bei den Christdemokraten für das Leben (CDL) ist am Samstag in Mainz eine Ära zu Ende gegangen.  Die Bundesvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen (66) gab aus Anlass turnusmäßiger Neuwahlen den Vorsitz, den sie seit Gründung der CDL im Jahr 1985 inne hatte, an Mechthild Löhr  (42) ab, die in den neunziger Jahren den Bund Katholischer Unternehmer (BKU) führte. Sämtliche  Redner würdigten die Verdienste von Gräfin von Westphalen um den Aufbau der CDL, die sich auf 
politischer Ebene für den Schutz des menschlichen Lebens vom Beginn bis zum natürlichen Tod  einsetzt. 
An den Bischof Grafvon Galen erinnert
Als „Leitbild und Vorbild in der Lebensrechtsbewegung" bezeichnete Claudia Kaminski, die Vorsitzende  des Bundesverbands Lebensrecht, einer Dachorganisation mehrerer Lebensrechtsgruppen, die Gräfin.  Sie habe die CDL „kampagnefähig" gemacht, wie etwa die Aktionen „Stoppt PID und Klonen" und „Tim  lebt" zeigten. In Erinnerung an den Widerstand des Münsteraner Bischofs Graf von Galen während der Zeit des Nationalsozialismus nannte Kaminski die bisherige CDL-Vorsitzende, die eine geborene  Gräfin von Galen ist, „eine wahre Verwandte ihres Onkels". Neben Vertretern weiterer  Lebensschutzorganisationen dankten die Unions-Bundestagsabgeordneten Norbert Geis und Hubert  Hüppe für den unermüdlichen Einsatz für den Lebensschutz. Gräfin von Westphalen versicherte, sie werde sich weiterhin für den Lebensschutz engagieren – vor  allem als Vorsitzende der nicht parteipolitisch gebundenen  „Stiftung Ja zum Leben", die sie seit der  Gründung 1988 führt. Als stellvertretende CDL-Bundesvorsitzende wurden neben Hüppe der  ehemalige hessische CDU-Landtagsabgeordnete Roland Rösler und Julia Schätzle von der CDL/Baden-Württemberg gewählt. Astrid Mannes übernahm den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Ausblick nach denBundestagswahlen ist düster Trotz der gelassen heiteren Atmosphäre während der CDL-Bundesversammlung und des von großer  Sympathie geprägten Dankes für die scheidende Vorsitzende fielen die Bilanz des Lebensschutzes der  vergangenen Jahre sowie der Ausblick nach dem Bundestagswahlsieg von SPD und Bündnis 90/Die  Grünen düster aus. In ihrem Rechenschaftsbericht sagte Gräfin von Westphalen rückblickend auf die vergangenen siebzehn Jahre: „Wir haben mehr Niederlagen als Erfolge erfahren. Es war gut, dass man nicht wusste, wie furchtbar die Politik werden würde. Hätte ich es gewusst, wäre ich vielleicht in ein Kloster gegangen". 
Der CDL-Ehrenvorsitzende von Nordrhein-Westfalen, Leo Peters, stellte in einem ausführlichen  Referat zur Arbeit seit 1985 fest: „Es gibt heute schlechtere Gesetze, mehr Abtreibungen, mehr  Akzeptanz der Tötung ungeborener Kinder und der Euthanasie sowie überhaupt mehr gesellschaftliche Hemmungslosigkeit im Umgang mit dem Leben als zur Zeit unserer Gründung". Doch  ohne die Christdemokraten für das Leben und ohne Gräfin von Westphalen wäre es noch schlimmer  gekommen, meinte Peters. 
„Wir müssen den Kampf weiterführen, denn der Lebensschutz ist noch nicht verwirklicht", mahnte  Norbert Geis und sagte: „In diesem Jahrhundert ist der Schutz menschlichen Lebens die wichtigste  Aufgabe – so wie es die Frage der Verteilung im Jahrhundert zuvor war". Die Erfolge der Lebensschutzbewegung in den Vereinigten Staaten lassen die CDL-Aktiven hoffen.  Hüppe berichtete, dass nahezu alle „Pro Life"-Kandidaten siegreich aus den jüngsten Wahlen  hervorgegangen seien. In Deutschland konnte Gräfin von Westphalen zumindest einige Zeichen der  Hoffnung ausmachen. In der Öffentlichkeit wachse die Kritik an verbrauchender Embryonenforschung  und an der gentechnischen Manipulation des Menschen. Spätabtreibung sei ein öffentliches Thema  geworden. Und in der CDU/CSU sinke die ablehnende Haltung gegenüber der CDL allmählich: „Früher  besuchten kaum Abgeordnete unseren Stand am Parteitag, mittlerweile kommen viele", zeigte sie sich  erfreut. Zudem sei – entgegen dem Trend in allen Parteien – ein Mitgliederzuwachs (plus drei Prozent  auf etwa 4500 binnen zwei Jahren) zu verzeichnen. 
Doch in der gerade begonnenen Legislaturperiode des Bundestags sowie in der europäischen Politik  stehen dem Lebensschutz wohl eher eisige Zeiten bevor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hüppe  wies auf den Druck der „Pharmalobby" zugunsten der Zulassung der verbrauchenden Embryonenforschung und des Klonens hin. Er bedauerte, dass Pharmaverbände mit Unterstützung  von Unternehmen wie Bayer, Schering, Boehringer oder Novartis jüngst zwei Wissenschaftspreise an   Klonforscher vergeben hätten.
Völliger Dammbruchin der Bioethik
Hüppe machte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) für einen „völligen Dammbruch in der Bioethik"  verantwortlich. In der gemäß Stammzellimportgesetz eingesetzten Ethikkommission seien Ethiker in  der Minderheit, zudem befürworteten die meisten von ihnen Stammzellimporte. Ähnlich wie es bei  diesem  „Durchwinkegremium" zu erwarten sei, verhalte sich bereits jetzt der „so genannte nationale  Ethikrat, der den Kurs des Kanzlers abnickt". Es würden überwiegend Gutachter eingeladen, die sich für die Präimplantationsdiagnostik aussprächen. Darüber hinaus kritisierte der CDU-Abgeordnete die Weigerung der rot-grünen Bundesregierung, auf  Ebene der Vereinten Nationen ein vollständiges Verbot des Klonens zu unterstützen. Zwar gab sich  Hüppe zuversichtlich, dass wieder eine Enquete-Kommission im Bundestag eingesetzt werde, aber es  gelte „darauf zu achten, wer darin sitzt". 
Den christlichen Auftrag sehr ernst nehmen 
Die neue Vorsitzende Mechthild Löhr zeigte sich grundsatztreu und kämpferisch. Anhand der drei  Buchstaben CDL skizzierte sie ihre Vorstellungen zur künftigen Arbeit der Organisation. Erstens  müsse der christliche Auftrag sehr ernst genommen werden. Löhr kritisierte die Haltung der CDU- Bundesvorsitzenden Angela Merkel, die Ehe und Familie als gleichwertig zu anderen Lebensformen  bezeichnet habe. Löhr: 
„Als Christen müssen wir deutlich machen, dass es zur Familie keine Alternative gibt". Zweitens will Löhr stärker parlamentarisch Einfluss nehmen. Sie regte parlamentarische Frühstücke  und Seminare für Mitarbeiter von Abgeordneten an. „Derzeit sind 18 Abgeordnete CDL-Mitglieder –  diese Zahl wollen wir steigern". Gegenüber dem „deutschen Lügenkanzler" sollten Anliegen des  Lebensschutzes deutlicher beim Namen genannt werden – „Dinge, die die Fraktionsspitze sonst nicht mehr anspricht". Zudem brauche die CDL ein zeitgemäßes Marketing. „Darin sehe ich einen  Schwerpunkt meiner künftigen Arbeit", sagte Löhr, die fünf Jahre lang in einer Frankfurter Großbank für Zielgruppenmarketing verantwortlich war und gegenwärtig gemeinsam mit ihrem Mann eine  Personal- und Unternehmensberatung in Königstein im Taunus betreibt. 
Öffentlich gegen Begriffsverwirrungen vorgehen 
Drittens gebiete der CDL-Namensbestandteil „Für das Leben", gegen Begriffsverwirrungen und  euphemistische Ausdrücke wie „Fortpflanzungsmedizingesetz" in der Öffentlichkeit vorzugehen. Statt  von „aktiver Sterbehilfe" solle eher von „Euthanasie" die Rede sein,  statt des Gebrauchs verwirrender  Abkürzungen solle die CDL stets an die Frage erinnern: „Wann beginnt das menschliche Leben?" Den Mitgliedern rief Mechthild Löhr das Selbstverständnis der CDL ins Bewusstsein:  „Wir sind nicht  Fundamentalisten. Wir verteidigen keine Gesinnung. Wir verteidigen geltendes Recht. Keiner darf  politisch entscheiden, welcher Mensch leben darf und welcher nicht". Entgegen allen Widerspruchs  des Zeitgeistes gab sie ihren Mitstreitern mit auf den Heimweg:
„Wer ein Freund des Lebens ist, der  lebt in der Freundschaft Gottes. Wir haben den Mut, uns auf Gott zu verlassen". 
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Mechthild Löhr im Amt bestätigt
Mitgliederversammlung der Christdemokraten für das Leben, Landesverband Hessen
Eindrucksvolle Bestätigung fand die Arbeit des Landesvorstandes der Christdemokraten für das Leben  - Hessen auf der Mitgliederversammlung am 18. Okt. 2002 in der Limburger Stadthalle Mechthild Löhr, alte und einstimmig wiedergewählte Vorsitzende verwies in ihrem Rechenschaftsbericht auf zahlreiche Aktivitäten in der nun abgelaufenen Wahlzeit. Neben der Mitwirkung an Aktionen wie "Stoppt PID und  Klonen" (im Internet unter <www.stoppt-pid-und-klonen.de>), waren es insbesondere zahlreiche  Veranstaltungen und Gespräche, auf welche sie beispielhaft verweisen konnte. 
Erfreut zeigte sie sich darüber, daß an einem, durch CDL-Hessen mit vorbereiteten Seminar in den  Räumen der in Berlin ansässigen Guardini Stiftung unter der Themenstellung "Experiment Mensch"  mehrere hessische Bundes- und Landtagsabgeordnete teilgenommen hatten. Generell sei nach ihrer  Erfahrung festzustellen, daß die von der hessischen CDU-Landtagsfraktion vertretene Haltung in  Fragen der Bioethik und Reprogenetik weitgehend mit den von der CDL vertretenen Positionen  übereinstimme. Deutlich sei dies auch in den parlamentarischen Initiativen und Debatten-Beiträgen der  Landtagsfraktion belegbar. 
Besonders erfreulich sei in den vergangenen Jahren die Mitgliederentwicklung gewesen. Ein  Anwachsen der Zahl im mittleren, zweistelligen Prozentbereich zeige, daß der von den  Christdemokraten für das Leben gezeigte Einsatz für die Achtung menschlichen Lebens Zustimmung  und Anerkennung finde. Eine wachsende Aufmerksamkeit für diese Fragen werde auch durch  Umfragen bestätigt. Eine von CDL mitinitiatierte repräsentive Umfrage des DIMAP-Instituts habe dies eindeutig bestätigt. In einzelnen Fragen stimmten bis zu 80% der Bevölkerung den von CDL  erhobenen Forderungen zu; insbesondere betreffe dies die Ablehnung jeglicher verbrauchenden  Forschung an menschlichen Embryos, den Import solcher 'Stammzelle' und das 'Nein' zu jeder Art des  Klonens von Menschen. 

Besonderer Höhepunkt der Versammlung war das Referat des Sozialethikers, Prof. Wolfgang  Ockenfels vom Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg. Auch er stellte seinen Vortrag unter das Thema "Experiment Mensch".(1
Gesundheit werde heute weithin als höchstes Gut propagiert und gesehen, stellte er zu Beginn seines  Vortrags fest. Weithin herrsche eine Überzeugung, sie sei uneingeschränkt machbar und es gäbe  darauf eine Art Rechtsanspruch. "Heilung statt Heiligung" sei quasi ein Leitmotiv von Ärzten und  Wissenschaftlern, die oft wie Hohe Priester eines derzeitigen Gesundheitskultes betrachtet würden  und aufträten. "Mit der Abschaffung des göttlichen Wunderglaubens wuchs zugleich eine Art  technischer Wunderglaube im Gesundheitsbereich", beschrieb Prof. Ockenfels die Erwartungen an die  neue Reprogenetik.Das beanspruchte Glück einerseits sei nur mit dem Tod anderen menschlichen  Lebens - wenn überhaupt - zu erlangen. Unbestreitbar seien verbrauchende Forschung an menschlichen Embryonen und Prä-Implantationsdiagnostik, PID, Selektion menschlichen Lebens und  daher unzulässig. 
Experimente, die von vornherein die Tötung menschlichen Lebens voraussetzten seien nicht statthaft  und ein entsprechendes Verbot sei Ausdruck sittlichen Handelns und nicht etwa eine Beeinträchtigung  von Forschungsfreiheit. Daran würde sich auch nichts durch die Etablierung "Erkenntnis leitender  Interessenvertretungen", wie den von Bundeskanzler Schröder berufenen Ethik-Rat ändern. 

In der dem Vortrag folgenden Aussprache wurde zentral das Leugnen einer dennoch bestehenden  "allgemeinverbindlichen Ethik" in unserer Zeit bedauert. 
Gemeinsam mit dem wiedergewählten Vorstand werde sie sich weiterhin für die Ziele der CDL und  eine Stärkung des Landesverbandes einsetzen betonte Frau Löhr abschließend.

1) Den Vortrag von Prof. Dr.Dr. Ockenfels finden Sie auf der Seite www.life-lobby.de bei "Archiv/Doku" unter der Rubrik "Bioethik" 
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Kein Zuschuß für Caritas und „Ja zum Leben"
Während ‚Pro Familia' vom Kreis (Lahn-Dill-Kreis) knapp 20.000 Mark Zuschuß für die Beratungstätigkeit bekommt, die allerdings sehr umstritten ist, gehen die Caritas und der Verein ‚Ja zum Leben' leer aus. 
Nach Auffassung der CDU (Lahn-Dill) eine ungerechte Sache, denn gerade die letztgenannten Verbände versuchen sehr bewußt mit hohem Verantwortungsbewußtsein und fachlich hochqualifizierter Beratung, Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen zu helfen, zum Beispiel wenn es darum geht, ob man sich für ein Kind entscheidet oder nicht. 
Daher hatte die CDU gefordert, den Gesamtetat auf 15.000 Euro aufzustocken, um dann jedem Verband 5.000 Euro zukommen zu lassen.
SPD, Grüne und Teile der FWG lehten diese Initiative jedoch ab, so daß die Caritas und der Verein 'Ja zum Leben' bedauerlicherweise ausgehen.     (Quelle: Wetzlar Kurier, Nr.7 / 21. Jahrgang, S.5)

Anmerkung:
Interessant ist in diesem Zusammenhang eine Situationsbeschreibung unserer Tage, die im Wiesbadener Tagblatt (01. Aug. 2002, S.4) unter der Überschrift „Abtreibung als einziger Ausweg - Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen ist gestiegen" erschien. 

In dem Beitrag erfährt man: 
„Bei den rheinland-pfälzischen Mädchen unter 15 Jahren haben sich im Jahr 2000 insgesamt  18 für eine Abtreibung entschieden. Im Jahr 2001waren es 32; in Hessen waren es in der gleichen Altersgruppe 28 Mädchen im Jahr 2000 und 36 im Jahr 2001. Bei den jungen Frauen zwischen 15 und unter 18 Jahren stieg die Zahl der Abbrüche in Rheinland-Pfalz von 182 auf 256, in Hessen von 441 auf 523. 
Anlaß zur Panik? 
‚Nein‚ sagt Ulla Ellerstorfer, Leiterin des Pro Familia Zentrum in Mainz. ‚Wir wollen nicht bagatellisieren, aber es kann ja auch nicht sein, daß Eltern ihre Töchter einsperren'.
‚Keine Verbote' 
Mit Verboten und Enthaltsamskeitsregelungen könne man dem Thema nicht beikommen,  meint sie. ... Um das Problem der ungewollten Schwangerschaften in den Griff zu bekommen, fordert Pro Familia beispielsweise mehr - geschlechtsspezifische - Aufklärung. Außerdem sollen junge Männer stärker in das Thema einbezogen werden." 

Bleibt zum Schluß die Frage, ob es nicht gerade die seit Jahrzehnten 'gepflegte' Aufklärung  und Sexualerziehung in unserer Gesellschaft sind, welche als (mit)-ursächlich für die  aufgezeigte Problematik angesehen werden müssen. 
Ergänzende Informationen zu dieser Meldung finden Sie bei:<www.life-lobby.de> unter Archiv/Doku - Abtreibung. Zu life-lobby gelangen Sie hier über die Seite 'Links'
Roland Rösler 
stellv. Vors.
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