Pressemeldung
der Christdemokraten für das Leben (CDL)
zur Nachricht von der Geburt
eines ersten Klonbabys
vom 27.12.2002
"Jedes Klonen ist ein
Irrweg, der die menschliche Würde verachtet"
Mit weltweitem Protest ist
die von einer Sekte geschickt im nachweihnachtlichem Medienloch plazierte
Meldung von der angeblichen Geburt des ersten Klonbabys aufgenommen worden.
Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL: www.cdl-online.de),
Mechthild Löhr, äußerte dazu: "So sehr ich die breite Entrüstung
verstehe und begrüße, so eindeutig war und ist jedoch vorhersehbar,
daß jetzt oder in den nächsten Monate tatsächlich ein solcher
"Erfolg" seitens der wissenschaftlichen Forschung möglich und wahrscheinlich
ist."
Bereits seit längerem
warnen Kritiker des sogenannten therapeutischen und reproduktiven Klonens
vor den nicht kontrollierbaren Folgen des wissenschaftlichen Fortschrittes
in diesem Bereich. Deshalb erneuere die CDL mit vielen anderen Organisationen
und Initiativen, wie ww.stoppt-PID-und-Klonen.de , die Umsetzung eines
sofortigen und umfassenden internationalen Klonverbotes seitens der UNO.
Sie erinnerte daran, daß ein Votum der UNO für ein völliges
Klonverbot vor wenigen Wochen in New York vor allem an einer diplomatischen
Initiative der deutschen und französischen Regierung gescheitert sei.
Dieser Schaden müsse jetzt sofort behoben und eine Entscheidung nicht
- wie beschlossen - auf den Spätherbst 2003 verschoben werden.
"Allen Experten ist bekannt,"
so Löhr, "daß der Unterschied zwischen dem sog. therapeutischen
und reproduktiven Klonen nur in der "Verwendung", nicht aber in der "Herstellung"
eines solchen menschlichen Embryos besteht." Sie wies darauf hin, daß
die Bundesforschungsministerin Buhlman gerade im November einem der bedeutensten
deutschsprachigen Klonforscher und Befürworter, Rudolf Jaenisch, den
Robert-Koch-Preis mit einer Laudatio überreicht hat. Diese Widersprüchlichkeit
sei nicht akzeptabel.
Löhr appelliert deshalb
nachdrücklich an die Bundesregierung, endlich einen politischen Aufstand
gegen die Unmoral des Klonens zu initiieren, wie es der Rechtslage des
noch bestehenden hohen Embryonenschutzstandards in Deutschland entspreche.
Alles andere sei Rechtsbruch. Nur durch klare und kontrollierte deutsche
und internationale Rechtsstandards könne das Horrorszenario des menschlichen
Klonkindes noch eingedämmt werden. "Auch für die Forschung muß
es klare Grenzen der Legalität, Legitimität und Freiheit geben.
Der höchste Maßstab für das Handeln müssen die menschliche
Würde und Integrietät sein und bleiben."
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Ehrenvorsitzende
von Papst Johannes Paul II. geehrt
Johanna Gräfin von
Westphalen wurde Großkreuz vom Heiligen-Gregorius-Orden verliehen
Meschede - 25. November 2002
- Die langjährige Bundesvorsitzende der Christdemokraten für
das Leben (CDL) und jetzige Ehrenvorsitzende, Johanna Gräfin
von Westphalen, ist von Papst Johannes Paul II. mit dem Großkreuz
des Heiligen-Gregorius-Ordens ausgezeichnet worden. Aufgrund ihres
vielfältigen Einsatzes zur Stärkung und Verteidigung christlicher
Grundwerte im Bereich des ebensrechtes, der Familien- und Gesellschaftspolitik
sowie der katholischen Sozialarbeit erhielt sie am gestrigen Sonntag eine
der höchsten Auszeichnungen des Heiligen Stuhls aus den Händen
des Paderborner Diözesanadministrators Weihbischof Hans-Josef
Becker.
In seiner Ansprache betonte
Weihbischof Becker, daß diese Auszeichnung nicht allein für
die Verdienste in der Vergangenheit gedacht sei, sondern auch
als Ermutigung für die Zukunft, auf dem eingeschlagenen
Weg fortzufahren. Gräfin von Westphalen hob in ihrem Dankeswort hervor,
daß sie diese hohe Ehrung auch in Stellvertretung für
die zahlreichen Mitstreiter mit Freude entgegennähme ohne
die sie gar nicht in dieser Weise hätte wirken können. Dies gelte
für ihren Einsatz in der Lebensrechtsbewegung ebenso wie
für ihre Arbeit im Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). Die
Großnichte des früheren Bischofs von Münster, Clemens August
Kardinal Graf von Galen, war in den achtziger Jahren
kurzzeitig Stellv. Bundesvorsitzende des Sozialdienstes Katholischer Frauen
(SKF) und von 1976 bis 2000 Vorsitzende des SKF-Meschede. Sie
hat 1977 die Katholische Elternschaft Sauerland gegründet. Seit zwanzig
Jahren ist Gräfin Westphalen Vorstandsmitglied der deutschen
Sektion von Kirche in Not/Ostpriesterhilfe. Seit zwei Jahren zudem Mitglied
im Generalrat der von Pater Werenfried van Straaten gegründeten
Organisation. Von der Gründung 1985 bis November 2002 war Gräfin
von Westphalen Bundesvorsitzende der Lebensrechtsorganisation Christdemokraten
für das Leben (CDL), 1988 hat sie die "Stiftung Ja zum Leben" gegründet
und ist seitdem Stiftungsvorsitzende. Beide Organisationen setzen
sich für den Schutz des menschlichen Lebens vom Beginn
bis zum natürlichen Tod ein.
Der CDL Landesverband Hessen
gratuliert der Ehrenvorsitzenden der Christdemokraten für das
Leben, Gräfin von Westphalen, zu dieser hohen Auszeichnung. "Mit dieser
äußerst seltenen Ehrung findet ein beispielhaftes Engagement
für eine 'Kultur des Lebens' seine verdiente, herausragende Anerkennung",
sagte Mechthild Löhr, die erst kürzlich gewählte neue CDL-Vorsitzende.
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Grundsatztreu
und kämpferisch
Mechthild Löhr zur
neuen Vorsitzenden der „Christdemokraten für das Leben" gewählt
Über die Mitgliederversammlung
der Christdemokraten für das Leben am 09.11.02 im 'Erbacher Hof' in
Mainz berichtet Clemens Christian in der Deutschen Tagespost - DT Nr.136
vom 12.11.02
Bei den Christdemokraten
für das Leben (CDL) ist am Samstag in Mainz eine Ära zu Ende
gegangen. Die Bundesvorsitzende Johanna Gräfin von Westphalen
(66) gab aus Anlass turnusmäßiger Neuwahlen den Vorsitz, den
sie seit Gründung der CDL im Jahr 1985 inne hatte, an Mechthild Löhr
(42) ab, die in den neunziger Jahren den Bund Katholischer Unternehmer
(BKU) führte. Sämtliche Redner würdigten die Verdienste
von Gräfin von Westphalen um den Aufbau der CDL, die sich auf
politischer Ebene für
den Schutz des menschlichen Lebens vom Beginn bis zum natürlichen
Tod einsetzt.
An den Bischof Grafvon
Galen erinnert
Als „Leitbild und Vorbild
in der Lebensrechtsbewegung" bezeichnete Claudia Kaminski, die Vorsitzende
des Bundesverbands Lebensrecht, einer Dachorganisation mehrerer Lebensrechtsgruppen,
die Gräfin. Sie habe die CDL „kampagnefähig" gemacht, wie
etwa die Aktionen „Stoppt PID und Klonen" und „Tim lebt" zeigten.
In Erinnerung an den Widerstand des Münsteraner Bischofs Graf von
Galen während der Zeit des Nationalsozialismus nannte Kaminski die
bisherige CDL-Vorsitzende, die eine geborene Gräfin von Galen
ist, „eine wahre Verwandte ihres Onkels". Neben Vertretern weiterer
Lebensschutzorganisationen dankten die Unions-Bundestagsabgeordneten Norbert
Geis und Hubert Hüppe für den unermüdlichen Einsatz
für den Lebensschutz. Gräfin von Westphalen versicherte, sie
werde sich weiterhin für den Lebensschutz engagieren – vor allem
als Vorsitzende der nicht parteipolitisch gebundenen „Stiftung Ja
zum Leben", die sie seit der Gründung 1988 führt. Als stellvertretende
CDL-Bundesvorsitzende wurden neben Hüppe der ehemalige hessische
CDU-Landtagsabgeordnete Roland Rösler und Julia Schätzle von
der CDL/Baden-Württemberg gewählt. Astrid Mannes übernahm
den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Der Ausblick nach denBundestagswahlen
ist düster Trotz der gelassen heiteren Atmosphäre während
der CDL-Bundesversammlung und des von großer Sympathie geprägten
Dankes für die scheidende Vorsitzende fielen die Bilanz des Lebensschutzes
der vergangenen Jahre sowie der Ausblick nach dem Bundestagswahlsieg
von SPD und Bündnis 90/Die Grünen düster aus. In ihrem
Rechenschaftsbericht sagte Gräfin von Westphalen rückblickend
auf die vergangenen siebzehn Jahre: „Wir haben mehr Niederlagen als Erfolge
erfahren. Es war gut, dass man nicht wusste, wie furchtbar die Politik
werden würde. Hätte ich es gewusst, wäre ich vielleicht
in ein Kloster gegangen".
Der CDL-Ehrenvorsitzende
von Nordrhein-Westfalen, Leo Peters, stellte in einem ausführlichen
Referat zur Arbeit seit 1985 fest: „Es gibt heute schlechtere Gesetze,
mehr Abtreibungen, mehr Akzeptanz der Tötung ungeborener Kinder
und der Euthanasie sowie überhaupt mehr gesellschaftliche Hemmungslosigkeit
im Umgang mit dem Leben als zur Zeit unserer Gründung". Doch
ohne die Christdemokraten für das Leben und ohne Gräfin von Westphalen
wäre es noch schlimmer gekommen, meinte Peters.
„Wir müssen den Kampf
weiterführen, denn der Lebensschutz ist noch nicht verwirklicht",
mahnte Norbert Geis und sagte: „In diesem Jahrhundert ist der Schutz
menschlichen Lebens die wichtigste Aufgabe – so wie es die Frage
der Verteilung im Jahrhundert zuvor war". Die Erfolge der Lebensschutzbewegung
in den Vereinigten Staaten lassen die CDL-Aktiven hoffen. Hüppe
berichtete, dass nahezu alle „Pro Life"-Kandidaten siegreich aus den jüngsten
Wahlen hervorgegangen seien. In Deutschland konnte Gräfin von
Westphalen zumindest einige Zeichen der Hoffnung ausmachen. In der
Öffentlichkeit wachse die Kritik an verbrauchender Embryonenforschung
und an der gentechnischen Manipulation des Menschen. Spätabtreibung
sei ein öffentliches Thema geworden. Und in der CDU/CSU sinke
die ablehnende Haltung gegenüber der CDL allmählich: „Früher
besuchten kaum Abgeordnete unseren Stand am Parteitag, mittlerweile kommen
viele", zeigte sie sich erfreut. Zudem sei – entgegen dem Trend in
allen Parteien – ein Mitgliederzuwachs (plus drei Prozent auf etwa
4500 binnen zwei Jahren) zu verzeichnen.
Doch in der gerade begonnenen
Legislaturperiode des Bundestags sowie in der europäischen Politik
stehen dem Lebensschutz wohl eher eisige Zeiten bevor. Der CDU-Bundestagsabgeordnete
Hüppe wies auf den Druck der „Pharmalobby" zugunsten der Zulassung
der verbrauchenden Embryonenforschung und des Klonens hin. Er bedauerte,
dass Pharmaverbände mit Unterstützung von Unternehmen wie
Bayer, Schering, Boehringer oder Novartis jüngst zwei Wissenschaftspreise
an Klonforscher vergeben hätten.
Völliger Dammbruchin
der Bioethik
Hüppe machte Bundeskanzler
Gerhard Schröder (SPD) für einen „völligen Dammbruch in
der Bioethik" verantwortlich. In der gemäß Stammzellimportgesetz
eingesetzten Ethikkommission seien Ethiker in der Minderheit, zudem
befürworteten die meisten von ihnen Stammzellimporte. Ähnlich
wie es bei diesem „Durchwinkegremium" zu erwarten sei, verhalte
sich bereits jetzt der „so genannte nationale Ethikrat, der den Kurs
des Kanzlers abnickt". Es würden überwiegend Gutachter eingeladen,
die sich für die Präimplantationsdiagnostik aussprächen.
Darüber hinaus kritisierte der CDU-Abgeordnete die Weigerung der rot-grünen
Bundesregierung, auf Ebene der Vereinten Nationen ein vollständiges
Verbot des Klonens zu unterstützen. Zwar gab sich Hüppe
zuversichtlich, dass wieder eine Enquete-Kommission im Bundestag eingesetzt
werde, aber es gelte „darauf zu achten, wer darin sitzt".
Den christlichen Auftrag
sehr ernst nehmen
Die neue Vorsitzende Mechthild
Löhr zeigte sich grundsatztreu und kämpferisch. Anhand der drei
Buchstaben CDL skizzierte sie ihre Vorstellungen zur künftigen Arbeit
der Organisation. Erstens müsse der christliche Auftrag sehr
ernst genommen werden. Löhr kritisierte die Haltung der CDU- Bundesvorsitzenden
Angela Merkel, die Ehe und Familie als gleichwertig zu anderen Lebensformen
bezeichnet habe. Löhr:
„Als Christen müssen
wir deutlich machen, dass es zur Familie keine Alternative gibt". Zweitens
will Löhr stärker parlamentarisch Einfluss nehmen. Sie regte
parlamentarische Frühstücke und Seminare für Mitarbeiter
von Abgeordneten an. „Derzeit sind 18 Abgeordnete CDL-Mitglieder –
diese Zahl wollen wir steigern". Gegenüber dem „deutschen Lügenkanzler"
sollten Anliegen des Lebensschutzes deutlicher beim Namen genannt
werden – „Dinge, die die Fraktionsspitze sonst nicht mehr anspricht". Zudem
brauche die CDL ein zeitgemäßes Marketing. „Darin sehe ich einen
Schwerpunkt meiner künftigen Arbeit", sagte Löhr, die fünf
Jahre lang in einer Frankfurter Großbank für Zielgruppenmarketing
verantwortlich war und gegenwärtig gemeinsam mit ihrem Mann eine
Personal- und Unternehmensberatung in Königstein im Taunus betreibt.
Öffentlich gegen
Begriffsverwirrungen vorgehen
Drittens gebiete der CDL-Namensbestandteil
„Für das Leben", gegen Begriffsverwirrungen und euphemistische
Ausdrücke wie „Fortpflanzungsmedizingesetz" in der Öffentlichkeit
vorzugehen. Statt von „aktiver Sterbehilfe" solle eher von „Euthanasie"
die Rede sein, statt des Gebrauchs verwirrender Abkürzungen
solle die CDL stets an die Frage erinnern: „Wann beginnt das menschliche
Leben?" Den Mitgliedern rief Mechthild Löhr das Selbstverständnis
der CDL ins Bewusstsein: „Wir sind nicht Fundamentalisten.
Wir verteidigen keine Gesinnung. Wir verteidigen geltendes Recht. Keiner
darf politisch entscheiden, welcher Mensch leben darf und welcher
nicht". Entgegen allen Widerspruchs des Zeitgeistes gab sie ihren
Mitstreitern mit auf den Heimweg:
„Wer ein Freund des Lebens
ist, der lebt in der Freundschaft Gottes. Wir haben den Mut, uns
auf Gott zu verlassen".
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Mechthild Löhr
im Amt bestätigt
Mitgliederversammlung
der Christdemokraten für das Leben, Landesverband Hessen
Eindrucksvolle Bestätigung
fand die Arbeit des Landesvorstandes der Christdemokraten für das
Leben - Hessen auf der Mitgliederversammlung am 18. Okt. 2002 in
der Limburger Stadthalle Mechthild Löhr, alte und einstimmig wiedergewählte
Vorsitzende verwies in ihrem Rechenschaftsbericht auf zahlreiche Aktivitäten
in der nun abgelaufenen Wahlzeit. Neben der Mitwirkung an Aktionen wie
"Stoppt PID und Klonen" (im Internet unter <www.stoppt-pid-und-klonen.de>),
waren es insbesondere zahlreiche Veranstaltungen und Gespräche,
auf welche sie beispielhaft verweisen konnte.
Erfreut zeigte sie sich
darüber, daß an einem, durch CDL-Hessen mit vorbereiteten Seminar
in den Räumen der in Berlin ansässigen Guardini Stiftung
unter der Themenstellung "Experiment Mensch" mehrere hessische Bundes-
und Landtagsabgeordnete teilgenommen hatten. Generell sei nach ihrer
Erfahrung festzustellen, daß die von der hessischen CDU-Landtagsfraktion
vertretene Haltung in Fragen der Bioethik und Reprogenetik weitgehend
mit den von der CDL vertretenen Positionen übereinstimme. Deutlich
sei dies auch in den parlamentarischen Initiativen und Debatten-Beiträgen
der Landtagsfraktion belegbar.
Besonders erfreulich sei
in den vergangenen Jahren die Mitgliederentwicklung gewesen. Ein
Anwachsen der Zahl im mittleren, zweistelligen Prozentbereich zeige, daß
der von den Christdemokraten für das Leben gezeigte Einsatz
für die Achtung menschlichen Lebens Zustimmung und Anerkennung
finde. Eine wachsende Aufmerksamkeit für diese Fragen werde auch durch
Umfragen bestätigt. Eine von CDL mitinitiatierte repräsentive
Umfrage des DIMAP-Instituts habe dies eindeutig bestätigt. In einzelnen
Fragen stimmten bis zu 80% der Bevölkerung den von CDL erhobenen
Forderungen zu; insbesondere betreffe dies die Ablehnung jeglicher verbrauchenden
Forschung an menschlichen Embryos, den Import solcher 'Stammzelle' und
das 'Nein' zu jeder Art des Klonens von Menschen.
Besonderer Höhepunkt
der Versammlung war das Referat des Sozialethikers, Prof. Wolfgang
Ockenfels vom Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg.
Auch er stellte seinen Vortrag unter das Thema "Experiment Mensch".(1)
Gesundheit werde heute weithin
als höchstes Gut propagiert und gesehen, stellte er zu Beginn seines
Vortrags fest. Weithin herrsche eine Überzeugung, sie sei uneingeschränkt
machbar und es gäbe darauf eine Art Rechtsanspruch. "Heilung
statt Heiligung" sei quasi ein Leitmotiv von Ärzten und Wissenschaftlern,
die oft wie Hohe Priester eines derzeitigen Gesundheitskultes betrachtet
würden und aufträten. "Mit der Abschaffung des göttlichen
Wunderglaubens wuchs zugleich eine Art technischer Wunderglaube im
Gesundheitsbereich", beschrieb Prof. Ockenfels die Erwartungen an die
neue Reprogenetik.Das beanspruchte Glück einerseits sei nur mit dem
Tod anderen menschlichen Lebens - wenn überhaupt - zu erlangen.
Unbestreitbar seien verbrauchende Forschung an menschlichen Embryonen und
Prä-Implantationsdiagnostik, PID, Selektion menschlichen Lebens und
daher unzulässig.
Experimente, die von vornherein
die Tötung menschlichen Lebens voraussetzten seien nicht statthaft
und ein entsprechendes Verbot sei Ausdruck sittlichen Handelns und nicht
etwa eine Beeinträchtigung von Forschungsfreiheit. Daran würde
sich auch nichts durch die Etablierung "Erkenntnis leitender Interessenvertretungen",
wie den von Bundeskanzler Schröder berufenen Ethik-Rat ändern.
In der dem Vortrag folgenden
Aussprache wurde zentral das Leugnen einer dennoch bestehenden "allgemeinverbindlichen
Ethik" in unserer Zeit bedauert.
Gemeinsam mit dem wiedergewählten
Vorstand werde sie sich weiterhin für die Ziele der CDL und
eine Stärkung des Landesverbandes einsetzen betonte Frau Löhr
abschließend.
1)
Den Vortrag von Prof. Dr.Dr. Ockenfels finden Sie auf der Seite www.life-lobby.de
bei "Archiv/Doku" unter der Rubrik "Bioethik"
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Kein
Zuschuß für Caritas und „Ja zum Leben"
Während ‚Pro Familia'
vom Kreis (Lahn-Dill-Kreis) knapp 20.000 Mark Zuschuß für die
Beratungstätigkeit bekommt, die allerdings sehr umstritten ist, gehen
die Caritas und der Verein ‚Ja zum Leben' leer aus.
Nach Auffassung der CDU
(Lahn-Dill) eine ungerechte Sache, denn gerade die letztgenannten Verbände
versuchen sehr bewußt mit hohem Verantwortungsbewußtsein und
fachlich hochqualifizierter Beratung, Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen
zu helfen, zum Beispiel wenn es darum geht, ob man sich für ein Kind
entscheidet oder nicht.
Daher hatte die CDU gefordert,
den Gesamtetat auf 15.000 Euro aufzustocken, um dann jedem Verband 5.000
Euro zukommen zu lassen.
SPD, Grüne und Teile
der FWG lehten diese Initiative jedoch ab, so daß die Caritas und
der Verein 'Ja zum Leben' bedauerlicherweise ausgehen.
(Quelle: Wetzlar Kurier, Nr.7 / 21. Jahrgang, S.5)
Anmerkung:
Interessant ist in diesem
Zusammenhang eine Situationsbeschreibung unserer Tage, die im Wiesbadener
Tagblatt (01. Aug. 2002, S.4) unter der Überschrift „Abtreibung als
einziger Ausweg - Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen
ist gestiegen" erschien.
In dem Beitrag erfährt
man:
„Bei den rheinland-pfälzischen
Mädchen unter 15 Jahren haben sich im Jahr 2000 insgesamt 18
für eine Abtreibung entschieden. Im Jahr 2001waren es 32; in Hessen
waren es in der gleichen Altersgruppe 28 Mädchen im Jahr 2000 und
36 im Jahr 2001. Bei den jungen Frauen zwischen 15 und unter 18 Jahren
stieg die Zahl der Abbrüche in Rheinland-Pfalz von 182 auf 256, in
Hessen von 441 auf 523.
Anlaß zur Panik?
‚Nein‚ sagt Ulla Ellerstorfer,
Leiterin des Pro Familia Zentrum in Mainz. ‚Wir wollen nicht bagatellisieren,
aber es kann ja auch nicht sein, daß Eltern ihre Töchter einsperren'.
‚Keine Verbote'
Mit Verboten und Enthaltsamskeitsregelungen
könne man dem Thema nicht beikommen, meint sie. ... Um das Problem
der ungewollten Schwangerschaften in den Griff zu bekommen, fordert Pro
Familia beispielsweise mehr - geschlechtsspezifische - Aufklärung.
Außerdem sollen junge Männer stärker in das Thema einbezogen
werden."
Bleibt zum Schluß die
Frage, ob es nicht gerade die seit Jahrzehnten 'gepflegte' Aufklärung
und Sexualerziehung in unserer Gesellschaft sind, welche als (mit)-ursächlich
für die aufgezeigte Problematik angesehen werden müssen.
Ergänzende
Informationen zu dieser Meldung finden Sie bei:<www.life-lobby.de> unter
Archiv/Doku - Abtreibung. Zu life-lobby gelangen Sie hier über die
Seite 'Links'
Roland Rösler
stellv. Vors.
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